Deutschlandtour 2014

Start!! Freiburg — Schorndorf

Endlich 15:30 Uhr!
Schule aus und ganz klischeehaft steht das gepackte Womo (unser kleiner t4 california Coach) vor der Schule und wartet auf uns. Wir, das sind unser kleiner Sohn Leon (10 Monate), Katrin (die Mama) und ich Heiko (die nächsten 3 Wochen Busfahrer für die anderen zwei). Zuerst geht’s zum Dönermann an der Ecke, haben heute ja noch gar nix gegessen. Aber dann geht’s los. Durch Freiburg durch den Schwarzwald auf der B31 hoch. Von Urlaubsstimmung noch keine Spur, eher Elefantenrennen wobei ich neben den ganzen Lkw’s noch als Gepard durchgehe. Nachdem gefühlte 100 Lkw’s verblasen waren, ging’s ab auf die Autobahn Richtung Stuttgart und von dort nach einem kleinen Stau weiter Richtung Schwäbisch Gmünd. Vor Gmünd haben wir dann einen Wohnmobilstellplatz gesucht. Den fanden wir in Schorndorf an der Lortzingstr. Dort konnten wir auf dem Parkplatz des Schwimmbads parken und übernachten. Der Platz war ganz ok, natürlich kein Campingplatz aber ruhig und das war uns für die erste
Nacht das wichtigste.

Tag 2 Schorndorf — Aalen

Heute morgen war es sehr diesig und der Wetterbericht meldete Regen und Gewitter. Also Plan umwerfen. Eigentlich wollten wir heute die Landesgartenschau in schwäbisch Gmünd besuchen, aber was soll man dort wenn es regnet und gewittert? Also direkt nach Aalen. Da Gmünd auf dem Weg liegt, beschließen wir uns den dortigen Stellplatz schon mal anzuschauen, gute Idee denn von dem Stellplatz ist weit und breit keine Spur! Das wäre was gewesen wenn wie da nachts angefangen hätten nen Schlafplatz zu suchen. Also weiter nach Aalen und dort unser Glück versuchen. Erster Stopp: Limes Therme. Toller Ausblick über Aalen aber auch wieder einfach nur ein Parkplatz und noch dazu schräg. Zweiter Stopp: Stellplatz am Freibad. Hier Hats schön!!! Ganz ruhig, mitten im Grün (kommt einem zumindest so vor) und es gibt sogar Strom für einen Euro. Aber das Beste: der Chinese mit dem Running Sushi ist Grad ums Eck! Dort wollen wir heute Abend auf jeden Fall noch unseren 4. Hochzeitstag feiern.
Nach einer kleinen Runde Geocaching und jeder Menge leckerem rohen Fisch sind wir gegen neun endlich wieder auf unserem Stellplatz abgekommen. Jetzt stehen hier schon mehr Wohnmobile und Gespanne rum. Ruhig ist es aber immer noch. Bilder vom Platz und ein Schlafbericht gibt es morgen.
Schon mal gleich ein Edit: Gerade hat hier einer angefangen rumzuschießen, ich denke / hoffe mal das ist ein Jäger 🙂 . Bin mal gespannt wie lange der da sitz und rumballert.
Edith 2: wunderbar geschlafen! Es war wirklich absolut still, auch der Jäger hatte ein einsehen und hat es bei ein paar Schüssen belassen. Hier werden wir wieder mal stehen (sofern ich jemals wieder nach Aalen fahre)

Tag 3 Aalen – Schwäbisch Gmünd — Reichelhofen

Abfahrt kurz nach 9 in Aalen. Erst mal zu Edeka! Wasser für Leon kaufen, ein paar Brötchen für uns. Aber das wichtigste war das Klo dort! Aber das ersparen wir uns jetzt. Nach dem einkauf ging es los nach schwäbisch Gmünd, dort wollten wir auf die Landes Gartenschau. Wir entschieden uns im Himmel anzufangen und fuhren dort den Parkplatz an.  Hier der erste „Schreck“, 3 Euro Parkgebühr! Ich habe damit ja eigentlich kein Problem aber wenn man 16 Euro Eintritt bezahlt finde ich das das Parken inklusive sein sollte. Aber fürs Klo haben sie dann auch jedes mal 50 ct. verlangt, immerhin konsequent ;—)
Die Landesgartenschau war im großen und ganzen nett, mehr aber auch nicht. Wir würden wohl nicht nochmal so viel Geld dafür ausgeben. Es war nicht schlecht, aber irgendwie hatten wir uns mehr erhofft.
Gegen 5 sind wir dann wieder los gedüst. Eigentliches Ziel war Feuchtwangen, dort wollten wir auf einem Bauernhof übernachten. Erster Test des Reiseführers Landvergnügen. Leider konnten wir dort niemanden erreichen und deshalb haben wir kurzfristig umdisponiert. Neues Ziel, ebenfalls aus dem Reiseführer Landvergnügen war dann ein Gasthof mit Brauerei in Reichelhofen. Nachdem wir Ca. 2 h Überland unterwegs waren und der Kleine damit drohte wieder aufzuwachen fanden wir endlich das Gasthaus. Die Ortschaft besteht aus Ca. 5 Häusern und in der Mitte die Brauerei. Eigentlich könnte man meinen es erwartet einen eine einfache Dorfkneipe, weit gefehlt. Nur dicke Autos auf dem Hof und zwar richtig dick! Aber der Empfang war sehr freundlich! Der Stellplatz entpuppte sich als Parkplatz an der Straße, leider etwas schief, aber für eine Nacht wird’s schon gehen. Wir haben dann dort auch noch die Küche getestet sowie die Erzeugnisse der Brauerei. Essen 1a (sorry Mama, aber das Kotelette war viel besser als deins) Bier hell wie dunkel auch sehr lecker (hab da jetzt aber weder einen Vergleich noch besonders viel Erfahrung). Preis ist gehoben aber angemessen hinsichtlich der Qualität und der Menge.
Über die Nacht berichte ich morgen.
Edith: Die Nacht war super ruhig, von der Straße hat man nix gehört. Erst als morgens die anderen Womofahrer los sind, wurde es etwas lauter.
Empfehlenswert wenn man lecker Essen und Trinken möchte.

Tag 4 Reichelhofen – Mühltroff

Heute hatten wir das erste mal einen Hof von Landvergnügen auf dem Plan, gestern wars ja nur ein Gasthof ;-).  Aber vor dem Ziel steht der Weg! Dieser führte uns quer durch die Pampa. Aber genau so sollte es sein. Wir wollen in diesem Urlaub möglichst keine Autobahn sehen, sondern Dörfer, Städte und Landschaften mit Wäldern, Wiesen, Täler und Hügel. Ziel erreicht, eigentlich könnten wir nach der Route heute wieder Heim. Es war wirklich alles dabei und wirklich wunderschön. Nach einer Weile hatte nur unser Leon keinen Bock mehr und so suchten wir uns einfach ein Freibad auf der Strecke um uns etwas abzukühlen und dem kleinen etwas Bewegung zu gönnen. Nach der Erfrischung ging es dann weiter, zügig Richtung Osten und auf einmal hatten wir die ehemalige Grenze dann passiert und hätten es fast nicht mitbekommen so unspektakulär war es. Ich hatte mir die ehemalige Grenze etwas anders vorgestellt.
Kurz drauf erreichten wir dann den Hof und wurden sehr freundlich begrüßt. Einen festen Stellplatz gibt es hier nicht, dafür aber einfach genug Platz um sich ne schöne Stelle auszusuchen. Wir haben uns gegen eine schiefe Wiese und für einen Platz neben dem Stall entschieden. War, wie wir jetzt gerade merken, vielleicht nicht die klügste Wahl. Ziegen sind ganz schön laut! Wie es aber wirklich war, erfahrt ihr morgen. Was aber echt nervig ist, wir wurden von zig Fliegen überfallen und als Geisel gehalten! Die Viecher sind echt übel und nicht zu erwischen. Dafür kann aber keiner was, die gibt’s halt auf dem Land.
Edith: Ein lob an die Ziegen und Schweine! Sehr anständige Viecher, halten sauber die Nachtruhe von 22 – 8 Uhr ein. Ich habe super geschlafen, was daran lag das sich die ganzen Fliegen bei Katrin und Leon getummelt haben.
Heute morgen haben wir dann noch etwas Käse und Wurst im Hofladen gekauft und sind schon sehr gespannt wie das schmecken wird. Dieser Hof hat uns sehr gut gefallen, wir wurden sehr freundlich aufgenommen. Der gesamte Hof machte einen super sauberen und aufgeräumten Eindruck, ich wäre froh wenn mein Garten so sauber wäre und ich habe keine 70 Ziegen!

Tag 5 Mühltroff – Striegistal

Zu erst mal eins vorne weg: Hier ist es sooooo schön!!!!!!
So, jetzt zum eigentlichen Post. Heute morgen ging es dan also nach einem kleinen Einkauf im Hofladen weiter. Die Landschaft änderte sich zu gestern nicht arg, die Ortschaften hingegen schon. Die Häuser in den Dörfer und Städten wurden älter und man sah viele leerstehenden Gebäude. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl immer weniger andere Menschen zu sehen.
Heute wollten wir nur eine kurze Strecke fahren, so nah wie möglich ran an Dresden aber nochmals einen Hof von Landvergnügen nutzen. Unsere Wahl viel auf den Straußenhof in Striegistal. Die Anfahrt war etwas Abenteuerlich da eine Ortsdurchfahrt kurz vorher gesperrt war und unser Navi das nicht so wirklich auf die Reihe gebracht hat. Letztendlich fanden wir aber den Hof am Ende der Straße zwischen Feldern liegend und durften uns auf eine frisch gemähte Wiese stellen. Erster Nachteil: kein Schatten. Wir hatten aber die Wahl wo wir unseren Bus parken wollen. Eben und Schatten im Hof oder etwas abseits auf der Matte. Da wir nicht im weg rumstehen wollten und die Wiese mit angrenzendem Feld echt toll aussah, entschieden wir uns für die Wiese. Hatte auch den Vorteil das wir unsere Markise und unsere Campingmöbel aufstellen konnten.
Die Begrüßung war wieder sehr freundlich. Uns wurden gleich Tipps mögliche Aktivitäten gegeben. Außerdem dürften wir uns frei AIF dem Hof bewegen. Den Tieren kommt man dabei sehr nahe. Vor allem den Kücken!!! Ein kurzer Besuch im Hofladen brachte uns in den Besitz einiger Wurstwaren, leider bemerkten wir zu spät, dass wir vergessen hatten Brot zu kaufen. Musste die Brotzeit hält vertagt werden und dafür Habs halt Schweinesteaks vom Aldi. Diese dürften wir aber wunderschon, mitten auf unserer Wiese verdrücken. Leon gefiel es hier auch super, krabbeln ohne Ende, überall Tiere und alle schon leise (vor den Ziegen hatte er sich nämlich erschrocken). Wenn man am Hof vorbei geht, kommt man zu einem kleinen Bach an dem man plantschen könnte. Uns hat es eher zum fotografieren dort hin gelockt. MERKE!!! Leon taugt noch nix für die Pirsch:-)!  Unserer Ausbeute: eine Brücke, Libelle, Bisamratte, Ringelnatter und ein Reh! Alles innerhalb von 5 Minuten.
Die Kuh Adelheid dürften wir nach unserer Rückkehr dann auch noch kennen lernen.
Erstes Fazit: Bis jetzt ist hier alles super! Wir könnten es hier gut noch ein paar Tage aushalten. Hoffentlich klappt es morgen noch mit der Hofführung und dem Bruchei und den Straußenfedern!
Gerade kam noch die Besitzerin an unseren Bus und brachte uns zwei frische Frühstückseier vorbei (vom Huhn)!!!
Wie nett ist das den??

Tag 6 Striegistal – Dresden

Nach dem Aufstehen heute morgen, stand schon ein kleines Highlight auf dem Programm, wir bekamen eine exklusiv Führung durch den Straußenhof, incl. streicheln der Kücken!! Die Zeit hier auf dem Hof verging wirklich wie im fluge, aber alles hat ein Ende usw. Nachdem Katrin also ihre neuerworbenen Bruchschalen sicher verstaut hatte ging es auch schon wieder back on the road.
Heute stand nur eine kurze Strecke auf dem Programm, lediglich 40 km bis zu unserem Campingplatz in Dresden.
Wir haben uns jetzt für den Campingplatz entschieden weil es heute echt heiß werden soll und direkt neben dem Platz ein Freibad liegt. Der Platz war leicht zu finden und generell sehr unproblematisch. Freie Platzwahl kann auch ein Nachteil sein, man ist für einen Sonnenplatz ohne Strom einfach selber schuld 🙂 .
Ein bisschen Schatten haben wir zwar aber leider ist unsere Kabeltrommel etwas zu kurz mit ihren 50 Metern. Nach dem ankommen war erst mal frühstücken angesagt. Es gab leckere Straußenleberwurst und Ziegenfrischkäse mit getrockneten Tomaten, außerdem ein paar Oliven. Sehr lecker!
Nach dem Essen wurde relaxt und der Stellplatz erkundet. Toilettenhäuschen und Duschen sind sehr sauber aber auch sehr weit weg. Nachdem Leon von seinem Mittagsschläfchen erwacht war, besuchten wir das besagte Freibad. Es handelt sich hier um ein Narurbad mit Babybecken. Eigentlich ganz nett, es gibt nur leider sehr wenig Schatten. Wir fanden trotzdem noch welchen und Leon fand seine erste Freundin die unbedingt ihren Keks mit ihm teilen wollte. Leon isst jetzt also auch Butterkekse. Gegen halb fünfmachten wir UBS auf den kurzen Heimweg, schließlich wollten wir ja Bach Dresden um was von der Stadt zu sehen und nicht nur das hiesige Freibad kennen zu lerne. Also Fahrräder gesattelt und ab in den großen Garten. Dort aber erst mal nen Eiskaffee genossen. Mitten im Garten bei bestem Biergartenwetter an einem Feiertag! Und da waren noch Tische frei! Unglaublich! Naja, egal. Danach ging es Richtung amen Markt und daran vorbei zu den ganzen anderen Sehenswürdigkeiten. Ich könnte mal wieder richtig viele Fotos schießen, diesmal aber mit der richtigen Kamera, deshalb gibt’s heute nur ganz wenig Bilder. Werden aber nachgereicht sobald wir wieder heimkommen. Jedenfalls hatte der Tag so schön sein können, hatte Leon nicht einen Schuh verloren und hatten wir es nicht erst auf dem Heimweg bemerkt. Also dürfte ich nochmal den gesamten Weg zurück radeln und dann auch noch umsonst. Schuh, weg! Nur gut das er ja noch nicht laufen kann und eigentlich noch gar keine Schuhe braucht 🙂 . Nachdem wir endlich wieder auf dem Campingplatz angekommen waren, stellten wir fest das wir alle keine Lust zum kochen hatten. Gut das es am Platz wine Wirtschaft gibt. Dort ließen wir den Tag dann bei leckerem Essen ausklingen.

Tag 7 Dresden

Nach einer etwas lauteren Nacht (Campingplatz), begann unser Morgen erst mal mit Alternativplanung. Für Stadtbesichtigung war es eindmfach viel zu heiß. Also das Auto gepackt und Richtung sächsische Schweiz. Auf dem Weg zur obligatorischen Bastei haben wir noch einen Stopp an einem barocken Garten eingelegt. Parken 1,50 Eintritt 2,-. Die wussten damal schon wie man es sich gut gehen lässt, wenn ich mal groß bin, will ich auch so nen Garten (und ne Gärtnerin)! Blumen waren jetzt nicht wirklich viele am Start aber die Anlage war trotzdem sehr beeindruckend. Leider waren gerade Umbauarbeiten und deshalb funktionierten nicht alle Brunnen.
Nach einer kleinen Stärkung im Schlosscafe ging es dann auch schon weiter zur Bastei. Dort angekommen, den kleinen in den Kinderwagen gepackt und der Menschenmenge hinterher. Ok, wir kamen mit dem Kinderwagen bis zu einer Aussichtsplattform kurz vor der Bastei, dann war Schluss. Ich habe drei oder vier Reiseführer gelesen, im Internet recherchiert, wäre es da zu viel verlangt gewesen wenn wenigstens in einem gestanden hätte das d man mit Kinderwagen nicht bis ganz vorne kommt? Ok, kurz geärgert, Katrin und Leon stehen lassen, mit Kinderwagen zurück zum Auto, Kraxe geholt, zurück zu den zwei wartenden, den Kleinen geschultert und ab durch die Mitte Richtung Felsfestung. Echt beeindruckend!!!! Die Brücke ist schon nicht schlecht, aber die Festung danach ist echt spitze. Da zahlt man die 1,50 extra doch gerne. Schade war nur das es wirklich brutal heiß war und sehr gut besucht. Das nächste mal vielleicht nicht am Pfingstmontag :-). Nach dem erfolgreichen Besuch der Bastei hatten wir uns dann erst mal eine Stärkung verdient. Der Kiosk vor bzw nach der berühmten Brücke kam da gerade recht. Eine Portion Pommes und zwei Riesenbecher Waldmeisterbrause später ging es dann, sehr müde, zurück ans Auto und anschließend wieder heim auf den Campingplatz. Eigentlich hatten wir geplant ins Freibad zu gehen und danach mit den Rädern wieder runter in die Altstadt zu düsen. Nur hatte das Freibad über eine Stunde Wartezeit an der Kasse und wirklich Lust noch mal drei Stunden mit dem Fahrrad rumzugurken hatten wir auch nicht wirklich. Immerhin hatte es noch über 33       Grad. Also verbrachten wir den Rest des Tages mit planschen im Campingplatz eigenen Pool und faulenzen. Die Frauenkirche und der goldene Reiter stehen bestimmt noch bei unserem nächsten Besuch.
Erstes Fazit: Campingplatz ist in Ordnung, ruhig, sauber und eher klein.
Dresden finde ich wunderschön. Zumindest den kleinen Teil den ich vis jetzt gesehen habe. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen. Vielleicht aber erst wenn Leon etwas größer ist, also so in 20 Jahren?
Genau Bezeichnungen und Adressen folgen sobald ich zuhause bin und das am Rechner machen kann.

Tag 8 Dresden – Berlin

Heute gibt’s nix zu erzählen!
Stimmt nicht, gibt morgen aber eine Zusammenfassung zu unserem Berlinaufenthalt. Nur soviel, stehen in Köpenick im Köpenicker Hof. Alles super, erster Spaziergang durch Köpenick auch erledigt und dabei lecker Bierchen getrunken (Kirsch – Chili). Jetzt warten wir auf unsere Essen im Biergarten des Köpenicker Hofs. Ach heute sind meine Eltern dazugestoßen und begleiten uns durch Berlin.

Tag 9 Berlin

Berlin, Berlin, wie fahren nach Berlin!
Aber vorher erst mal aufstehen uns Frühstücken! Gut das wir ein Frühstück im Köpenicker Hof gebucht hatten, nach der Nacht war ich zu fertig um selber zu kochen. Es hat null abgekühlt, d. h. lockere 33 Grad im Auto (die ganze Nacht). Frühstück war das was man für den Preis erwarten kann. Lecker Kaffee, viele Brötchen, Wurst, Käse und Aufstrich.
Danach ging es aber endlich los, bepackt mit Kinderwagen, Kraxe, Taschen mit Wasser ging es Richtung Köpenicker Bahnhof und von dort aus hinein in die Großstadt. Ich habe im Moment nicht wirklich nen Plan, was wir alles besichtigt haben, gefühlte 20 km haben wir heute auf den Füßen zurück gelegt.
(Rest folgt morgen!)
Ok, heute umist morgen also noch schnell die Zusammenfassung von Berlin.
Gestern haben wir noch ewig gewartet bis das Essen dann endlich kam und als es dann endlich da war, war es nicht gerade Sterneverdächtig. Die Nacht war brutal warm, entsprechend schlecht haben wir geschlafen. Es war aber sehr ruhig, was aber auch daran gelegen haben kann, dass wir im hintersten Eck des Stellplatzes (der echt riesig ist) gestanden hatten.
Am nächsten Morgen hatten wir ein einfaches aber leckeres Frühstück im Köpenicker Hof und sind danach in die Stadt gestartet. Ehrlich gesagt weiß ich heute schon nicht mehr wo wir überall waren aber vielleicht bekomme ichs noch zusammen. Tiergarten, zu Fuß zur Siegessäule, danach Regierungsbezirk (Schloss Bellevue, Kanzleramt, Reichstag) dann im Sprint (wegen Regen  und Sturm) zum Brandenburger Tor. Von dort mit der U-Bahn zu irgendeinem Platz, dort haben wir in einer Passage was gegessen und den Regen abgewartet. Dann zum Roten Rathaus und vorbei am Fernsehturm. Von dort ging es dann weiter zur Friedenskirche und ins KDW. Zum Schluss haben wir uns noch ein Stückchen Mauer an der East Side Galery angeschaut. Zwischendrin sind wir mit den Buslinien 100 und 200 quer durch Berlin gedüst. Gegen acht waren wir dann sehr fertig zurück in Köpenick. Dort gab es noch sehr leckeren Döner und noch ein leckeres Kirschbier in Europas kleinster Brauerei.

Tag 10 Berlin – Insel Rügen (Dranske)

Heute war wieder eine Überführungsfahrt. Also viel Autobahn! Wir wollten möglichst schnell ans Meer um hier ein paar Tage zu bleiben und etwas zu erholen. Also Gewaltetappe mit knapp 350 km. Eigentlich kein Problem aber Leon ist nicht wirklich ein begeisterter Autofahrer, entweder er schläft oder er schreit. Auf schlafen hätte er heute nicht wirklich Lust 😦
Aber jede Fahrt hat einmal ein Ende und so kamen auch wir irgendwann hier auf dem Campingplatz Küstencamping an. Erster Eindruck, ganz nett. Wenig los, riesige Parzellen und freundliche Begrüßung. Wasser, Strom und Abwasser am Platz. Wir haben eine ganze Wiese für uns, der nächste Nachbar ist so weit weg, der hört uns nicht. Vorallem nicht weildie Bäume durch den Wind die ganze Zeit rauschen. Es ist sehr schönes sonniges Wetter und am Meer konnten wir noch im T-Shirt und kurzer Hose spazieren gehen, aber jetzt am Abend ist es schon ziemlich kalt und wir sitzen eingepackt wie im Winter in unserem Bus. Heizung mussten wir noch nicht anmachen, ich bin aber froh den Heizlüfter dabei zu haben (Diesel kostet hier Grad 1,40 der wird also nicht verheizt). Die nächsten paar Tage werden wir hier es etwas ruhiger angehen lassen. Leon soll sich mal richtig austoben. Dann geht es vermutlich weiter Richtung Nordsee. Mal sehen ob das Wetter mitspielt. Dann wollen wir auch wieder verstärkt auf Bauernhöfe stehen.

Tag 11 Rügen

Nachdem uns der kleine Leon heute Nacht etwas vom schlafen abgehalten hat, haben wir es heute ruhig angehen lassen und so störte es uns auch nicht gleich das das Wetter nicht das beste war. Gegen Mittag haben wir uns dann aber doch aufgerafft und sind losgebraust. Ziel war eigentlich ein Baumarkt um ne neue Gasflasche zu kaufen. Wir haben keine bekommen und auch keinen Baumarkt gefunden. Dafür sind wir aber im Regen am Hafen von Sassnitz eingelaufen, haben Fischbrötchen gegessen (Merke: Preise vergleichen lohnt sich!) und waren einkaufen (haben aber nix von dem Zeug gekauft weswegen wir eigentlich einkaufen gegangen sind). Auf dem Heimweg führen wir zufällig am Nationalpark Jasmund (Königsstuhl) vorbei und da eh Grad die Sonne lachte beschlossen wir undms die Kreidefelsen auch mal anzusehen. Außer Wasser harren wir ja alles dabei und wie weit und anstrengend kann es schon werden?
Ok, erstmal Parktiket gezogen und dann versucht sich auf der Karte zurecht zu finden. Vergebens. Ein Schild gefunden 35 min, leichter Weg, größtenteils Barrierefrei. Ja den nehmen wir doch. Also Leon in die Kraxe und dann los. Knapp eine Stunde später standen wir dann vor dem Besucherzentrum, genauer gesagt vor der Kasse. Man kommt nämlich gar nicht auf den Königsstuhl ohne zu bezahlen, stolze 7,50 Euro! Pro Person! Da mich aber weder die Ausstellung, noch das 3D Kino interessiert haben, wollten wir uns das Geld sparen. Wir sind dann einem Schild gefolgt auf dem Strand stand. Spätestens hier wäre mit Kinderwagen Schluss gewesen. Ca. 420 Stufen bis ans Wasser. Na dann los!
Auf dem Weg nach unten wurde mit dann doch schmerzlich bewusst, dass ich ja ein kaputtes Knie und einen kaputten Tag habe (an verschiedenen Beinen) und Leon wiegt mit Kraxe bestimmt auch schon seine 15 – 18 Kg. Unten dann endlich angekommen lagen die tollen Kreidefelsen dann leider im Schatten aber sah trotzdem schön und beeindruckend aus. Ich konnte es nur nicht wirklich genießen da ich die ganze Zeit den Aufstieg im Kopf hatte. Nachdem das letzte Foto dann geschossen war, ging es hoch und es war zwar anstrengend aber wir haben es geschafft. Gott sei dank stand oben aberder Rentnerbus der zurück zum Parkplatz fuhr. Ganz zurück laufen wollten wir beide nicht mehr und Leon hatte auch die Nase voll. Zurück am Parkplatz dann erst mal mit Banane und Wasser gestärkt und dann das Parktiket bezahlt.5,50 Euro für knapp 3 Stunden!! Das 24h Ticket für Womos kostet nur 8,50! Wenn man das alles zusammen rechnet, ist das ein ganz schön teurer Spaß für ein paar weiße Felsen. Mehr ist es nämlich nicht, die Wanderwege im Schwarzwald sind genauso schön. Aber gut, man ist ja im Urlaub.
Auf dem Heimweg zum Campingplatz sind wir dann noch an einem Wunderschönen Feld vorbei gekommen, alles voller Mohnblumen! Dort noch ein paar Bilder geschossen und dann aber heim, der Hunger hätte sich schon bei uns dreien gemeldet. Zuhause gab es dann lecker Räucherfisch.
Was hier noch ganz lustig ist wenn man nach Navi fährt, das führt einen über ganz schmale befestigte Feldwege. Echt nett so durch die Felder zu brausen. Ist vermutlich nicht die schnellste Art um von A nach B zu kommen aber bestimmt eine der schönsten.

Tag 12 Regen auf Rügen

Wie der Titel schon sagt wurden wir vom Regen geweckt. Deshalb habe ich heute schon mal Zeit für meinen Post.
Heute wollen wir eigentlich zum Kap Acona fahren, aber nur wenn es sonnig wird. Laut Wetterbericht sollte es jetzt schon heiter sein mit Sonne. Na warten wir es ab. Leon schläft im Kofferraum und wir planen schon mal unsere weitere Strecke. Ziel ist Ijsselmeer und Zeeland. Wir versuchen das mit vier oder fünf Etappen zu schaffen. Zwischendurch wollen wir wieder auf verschiedenen Höfen vom Landvergnügen stehen.
Gut, nach dem Frühstück haben wir uns dann doch aufgemacht. Ziel war Bergen auf Rügen, nicht weil es dort amschon sein soll, nein!!!! Dort gibt’s nen Real!!!! Shopping!!
Nach dem shopping hatten wir wieder strahlend blauen Himmel und so beschlossen wir nicht direkt wieder nach Hause zu fahren sondern noch einen Ausflug zu machen. Es ging also zum Kap Arkona. Dort angekommen wollte ein ziemlicher unfreundlicher Kassierer 4,- für einen Parkplatz, ärgerlich aber was soll man machen. Also Geld berappt, noch mal 0,50€ fürs Klo berappt und schon ging es auf breiter Straße Richtung Kap. Schön zwischen den Feldern durch, ein Dörfchen durchquerend wanderten wir Ca 2 km bis zu den zwei Leuchttürmen. Von dort aus ging es an der Steilküste entlang zu einem kleinen Fischerdörfchen und zurück zum Auto. Strecke Ca. 5km, Dauer von uns ca 4h. Vor lauter fotografieren kommst einfach nicht vorwärts. Gegen neun waren wir dann endlich wieder auf unserem Platz, fertig aber zufrieden. Jetzt versuche ich seid knapp 2h so einen blöden bvbt Dings am Laptop anzuschließen und nix klappt. Werde jetzt gleich zum Fenster raus.

Tag 13 Rügen

Heute letzter Tag hier auf der Insel, morgen soll es weiter gehen. Entsprechend ruhig haben wir es angehen lassen. Erst gegen fünf sind wir mal für eine Stunde runter an den Strand. Dieser liegt höchstens 100 Meter von unserem Auto weg. Man muss nur durch ein kleines Wäldchen und ein paar Treppen runter und schon ist man an einem Wunderschönen Sandstrand. Sand wie in der Karibik (zumindest stell ich ihn mir in der Karibik so vor). Abends waren wir dann hier lecker Fisch essen. Sehr nettes Lokal mit sehr freundlichen Bedienungen. Nach dem Essen haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang durch die Heide gemacht. Direkt hinter dem Campingplatz beginnt nämlich ein Naturschutzgebiet (Wittow). Hier haben wir erst den Schafen beim grasen zugesehen und dann der Sonne beim untergehen. Morgen steht die nächste Etappe an, knapp 300 km Richtung Westen, genauer nach Klein Salitz zu einer Milchschäferei. Hoffentlich gibt’s dort Dvbt Empfang und Strom, morgen spielt Deutschland!!!

Tag 14 Rügen – Klein Salitz

Heute zog es uns also weiter. Nachdem wir unsere sieben Sachen zusammen gepackt hatten und wir uns von einem wirklich sehr schönen Campingplatz sammt Gästen und Chefs verabschiedet hatten (Leon hatte viele neue Freunde gefunden) ging es auch schon auf die lange Fahrt runter von der Insel. Wir könnten bis kurz vor Rostock durchbrausen, dann würden wir aber von klein Leon eingebremst. Also Rast in einem Supermarkt. Hier auf den Autobahnen sind Parkplätze, Tankstellen und Rasthöfe echt Mangelware! gegen drei waren wir dann aber endlich an unserem Ziel. Eine Milchschäferei (Bio) in Klein Salitz (Schwerin). Sehr schön im nichts gelegen, drumrum ein paar Häuser. Wir würden sehr freundlich von der Chefin und ihren Kindern empfangen. Wir durften auch gleich mit die Schafe in den Stall treiben, besser gesagt wurden wir von einer 5 jährigen (Sahra) über den Hof geführt und bekamen viele wichtige Informationen. Wir durften auch mit in den Stall und den Schaden beim fressen zusehen. Später zeigten und die Kinder noch die anderen tierischen Bewohner des Hofes also die Hasen und die drei Hunde. Nachdem die Arbeit erledigt war, verabschiedete sich unsere Gastgeberin und von da ab hatten wir der den Hof für uns (gefühlt auch das ganze Dorf). Da wir den Laptop und DVB T dabei haben, wurde der Hofplatz kurzerhand zur kkeinsen public viewing fanmeile umfunktioniert. Als dann um halb acht auch noch das vorbestellte Abendessen (Käseplatte) vorbei gebracht wurde waren wir rundum glücklich und zufrieden (lag aber auch an den 4 deutschen Toren). Alles in allem einer der schönsten Plätze bisher. Es ist echt unglaublich hier, man hört nix, außer Natur. Keine Autos, keine Menschen, total ungewohnt.
Die Gastgeber sind auch sehr zuvorkommend, lassen einfach den Stall auf damit wir aufs Klo können und lassen uns Strom zapfen damit ich Fußball schauen kann.

Tag 15 Klein Salitz – Ostendorf Bremervörde

Heute ging es von einem Schafshof zum nächsten und hier sind wir tatsächlich die ersten Gäste die über Landvergnügen den Weg hier her gefunden haben. Das einzige was unsere Laune gerade trübt sonst Ca 1000 Fliegen in unserem Bus. Bin mal gespannt ob wir die wieder raus bekommen auf jeden Fall muss die Geschichte mit den sieben auf einen Streich Neu geschrieben werden, ich habe gerade 20 auf einen Streich gekillt 🙂
Auch hier wurden wir sehr nett von den Eigentümern empfangen. Stehen können wir vor dem Hof, hätten auch wo anders stehen können aber der Platz ist auch so in Ordnung. Aus dem kühlhaus haben wir leckeren Käse, Frischkäse und Joghurt bekommen. Leon hat sich gleich mit dem tauben Bootsmann (Hofhund) und den ganzen Katzen angefreundet. Die Schafe fand er heute nicht so toll die waren ihm zu laut. Jetzt genießen wir den Sonnenuntergang und machen uns dann auf Fliegenjagd.

Tag 16 Bremervörde – Aurich bei Emden

Heute gibt es nicht so viel zu erzählen. Nach dem Aufstehen haben wir recht schnell unsere Sachen gepackt, uns von unseren Gastgebern verabschiedet (welche sehr freundlich waren) und haben uns wieder auf den Weg gemacht. Wohin stand noch gar nicht wirklich fest, Katrin wollte nur unbedingt ans Wattenmeer. Also erst Richtung Bremen und dann Richtung Emden. In Bremen haben wir noch einen Stopp eingelegt und das Einkaufszentrum Waterfront besucht. Sehr beeindruckend!
Hinter Emden sind wir dann auf einen Campingplatz gefahren. Uns war eigentlich nur wichtig das er ganz nah am Deich liegt. Jetzt stehen wir Ca. 15 meter hinter dem Deich (auf der trockenen Seite) direkt neben einem Spielplatz. Wetter ist grade nicht so der Bringer, windig, bewölkt und besonders warm ist es auch nicht

Tag 17 Campingplatz bei Aurich

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Wetter sehr windig und kühl, deshalb waren wir heute hauptsächlich im Bus und haben relaxt. Heute Abend gibt es Pizza und morgen geht in die Niederlande.

Tag 18 Aurich – Hindeloopen (NL)

Heute verlassen wir das erste mal das Geimatland und besuchen die Erfinder des Camping, die Holländer! Ich weiß nicht ob es so eine gute Idee ist während der WM nach Holland zu reisen, sollten wir uns nicht mehr melden wisst ihr ja jetzt wiso.
Aber Nu von vorne:
Da wir heute um 10 Uhr den Campingplatz verlassen mussten, hatten wir erst mal gehörig Stress. Frühstücken musste ausfallen. Leon hatte auch eine ganz tolle Nacht, geschlafen haben wir heute zumindest nicht viel. Es war super laut, allerdings konnte der Platz da nix für sondern der Wind und wir standen schon geschützt. Auf jeden Fall ging es um Punkt 10 Uhr auf die Straße. Leon schlief genau 1,5h und so kam es das wir den ersten Kontakt mit dem fremden Volk in Groningen hatten, genauer in einem gelben Möbelhaus mit Fleischbällchen (die heißen hier auch so und nicht wie bei uns) anzumerken ist hier lediglich das unser IKEA schöner und größer ist. Es lohnt sich also nicht nur wegen IKEA extra in den Norden zu fahren. Sehenswert ist allerdings die Architektur der Stadt. Sehr modern (zumindest was wir von der Straße aus sehen konnten). Weiter ging es dann Richtung Hindeloopen, Katrin wollte hier hin weil sie hier schon mal einen Surfkurs gemacht hatte. Der Campingplatz erwies sich gleich mal als absoluten Glücksgriff. Wir stehen in der speziellen Come and go Zone, nur für Womos, kleine Parzelle und mit ohne Strom (gibt’s, haben wir aber nicht) wir stehen wieder direkt hinterm Deich und vor dem Deich ist ein Surf und Kite Hotspott. Da wir eh nicht schwimmen werden finden wir das prima zum zuschauen. Sandstrand gibt es wohl auch aber den haben wir vermutlich übersehen. Toiletten sind Top, Duschen 0,50€ finde ich auch noch fair aber der ganze Platz kostet nur 12€!!!!!!!!! Für die letzten zwei Nächte mussten wir knapp 60€ bezahlen und bis jetzt vermisse ich nix das den Preisunterschied rechtfertigen würde, im Gegenteil hier hat es einen Kuschelzoo (ganz zur Freude von Katrin) und alle 10 m einen Kinderspielplatz. Hindeloopen ist gerade mal 5 min mit dem Rad entfernt. Ein sehr schönes Örtchen. Eigentlich wollten wir hier nur übernachten und morgen gleich weiter aber wenn das Wetter morgen wirklich besser werden sollte, werden wir hier noch einen Tag anhängen. Ich würde ja gerne so einen Kitekurs machen, trau mich aber nicht weil ich nicht weiß ob das so gut für mein Knie wäre. Nächstes mal halt, weil hier waren wir bestimmt nicht das letzte mal.
Ach, das Wetter wird garantiert besser, ich habe mir nämlich heute endlich eine Mütze gekauft. Langsam wird es aber Zeit für uns mal wieder auf einem Bauernhof einen Stopp einzulegen, langsam gehen unsere Reserven zu Ende. Egal was wir bis jetzt hatten, ob Ziegenkäse, Schafskäse, Schafsjoghurt oder Straußensalamie und Straußenleberwurst, alles war super lecker und total Ökobio. 🙂

Tag 19 Hindeloopen

Relaxen in den Niederlande.
Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Erst mal ausschlafen dann lecker Frühstück und dann wieder ausrihehen weil Leon wieder eingeschlafen ist. Nachdem dann alle halbwegs wach waren haben wir uns auf in das schöne Örtchen Hindeloopen gemacht. Tolle Kirche, netter kleiner Hafen und die leckersten Kibbeling (kleine frittierte Fischfilets) von de ganse Weld, zumindest bis jetzt. Ansonsten gibt es viele kleine Brücken, einen Deich und ne Menge Schafe. Hintern Deich sitzen auch (zwischen den Schafen) die ganzen Kiter und Surfer rum und dieses Kiten reizt mich ja schon. Werden wohl relativ balb wieder her kommen müssen. Abends gab es dann noch Fußball auf dem Campingplatz, Deutschland – Ghana (2-2) war lustig in der Kneipe (nicht das Spiel, aber die Stimmung) mit sehr freundlichen Holländischen Gastgebern.

Tag 20 Hindeloopen – Oostkapelle (Zeeland)

Heute morgen das erste mal von so richtig starkem Regen geweckt worden. Nicht schön, ist aber so. Nachdem dann alles draußen mal so richtig nass war, hörte es auch ganz schnell wieder auf und das Wetter wechselte auf Sonnenschein. Super, Kinderwagen, Teppich, Stühle und Katrins Stuhl klatsch nass. Aber zum trocknen keine Zeit, wir wollen heute ja Zeeland erreichen und das heißt knapp 300 km fahren. Also los. Unterwegs diese Sperre zwischen Ijselmeer und Nordsee überfahren, was ich mir spektakulärer vorgestellt hatte aber nicht schlecht war. Vor bei an Amsterdam, Rotterdam und Den Haag und rauf auf die Inseln. Landschaftlich wirklich toll, immer vorbei an den Dünen und Meer und auf der anderen Seite riesige Felder. Eigentlich hätten wir den Plan kürzere Touren zu fahren und dafür halt jeden Tag den Standort zu wechseln. Wir haben grade aber keine große Lust mehr auf Auto packen und auspacken und bett machen und alles wieder zusammen packen also haben wir beschlossen uns wieder einen Campingplatz zu suchen der möglichst nah am Meer steht. Ist gar nicht so einfach, nicht das es hier keine Plätze hätte, im Gegenteil, an jeder Kreuzung stehen Wegweiser zu mind 3 Campingplätzen. Da wir kein Internet und auch keinen Stellplatzführer dabei haben, mussten wir uns halt aufs Glück verlassen und so stehen wir jetzt hier. Sehr schön, nicht billig aber ein Traumstrand, ok wir müssen ein Stückchen laufen, allerdings durch ein Naturschutzgebiet und riesige Dünen. Der Campingplatz hat einen tollen Spielplatz für Kleinkinder, Leon war total begeistert! In der Kneipe am Strand gab es leckere Mixplatte, lauter frittierte Sachen, saugut, aber nix für die Bikinifigur, nur gut das es nicht so warm ist und ich meinen Pulli anbehalten kann 🙂
Für heute ist jetzt erst mal Feierabend, morgen wollen wir einen Strandtag einlegen und wenn wir Lust haben noch mit dem Rad ins Nachbardorf fahren.

Tag 21 Oostkapelle

Ein Tag am Meer, viel mehr gibt’s gar nicht zu berichten. Wir sind nach dem Frühstück an den Strand und haben den Tag dort in den Dünen verbracht. War super schön und obwohl bestes Wetter war, hatten wir den Strand nahezu für uns allein. Abend sind wir (also Katrin und Leon, ich habe am Rand gewartet) in den Pool gehüpft und Leon hat den Spielplatz unsicher gemacht. Bilder Bonus von heute auch, die sind nur alle auf unseren richtigen Kameras, die muss ich dann zuhause nachreichen.

Tag 22 Oostkapelle

Weil es gestern so schön war, bleiben wir noch einen Tag obwohl das Wetter heute nicht mehr so strahlend ist. Das macht aber gar nix, wir wollten heute eh erst mal mit dem Rad ins nächste Dorf radeln. Dank unserer netten Nachbarn führen wir dann doch bis in den übernächsten Ort gefahren. Die Strecke führte durch einen verwunschenen Wald direkt hinter den Dünen. Das Städtchen war ganz nett, aber nix besonderes, da hat die Niederlande bestimmt besseres zu bieten oder wir haben das beste verpasst. Nach unserer Rückkehr haben wir uns lecker Kaffee und was süßes in einem Restaurant beim Campingplatz gegönnt. Sehr lecker und sehr nettes Plätzchen. Für Leon gab es, neben Leckereien von unserem Teller, einen schönen Spielplatz und ein großes Tiergehege mit Hängebauchschweinen, Hühnern, Hasen, Gänse, Pfaue und Ziegen. Nach dem Kaffee zog es uns noch mal an den Strand. Kuscheln sammeln war angesagt. Abends gingen wir noch mal zu dem Hof zum Abendessen, für Katrin gab es einen leckeren Salat und für mich einen riesigen Topf voller Muscheln! Leon durfte meine Pommes aufessen. Zum Nachtisch wurden wir noch von einem Pfau besucht.

Tag 23 Oostkapelle – Willich

Heute morgen ging es dann wieder weiter, auf zurück nach Deutschland. In den Niederlanden war es sehr schön, tolles Wetter, lecker Essen, super Strände und die Campingplätze waren im großen und ganzen auch toll. Aber alles hat halt mal ein Ende und so machen wir uns langsam auf den Heimweg. Während der Fahrt zu unserem nächsten Zwischenstopp beschlossen wir kurzer Hand das es jetzt reicht und wir morgen direkt nach Karlsruhe durchfahren werden. Leon hat gerade das quengeln für sich entdeckt und die letzten 3 Wochen waren doch auch ganz schön anstrengend. Vorher stand aber noch ein Stopp auf dem Programm. Ein Stautenhof, Bio mit eigenen Tieren und Bäckerei. Bei der Einfahrt in den Hof waren wir erst etwas irritiert, war hier Hoffest? Soviele Leute, überall Kinder, Spielplatz und Wirtschaftsbetrieb. Wir stellten uns erst mal vorsichtig auf einen Parkplatz und wollten die Lage checken, da begegnete uns schon der Hausund Hofherr und hieß uns aufs freundlichste Willkommen. Von Hoffest keine Spur, ganz normaler Betrieb im Hofladen. Wir setzten uns erst mal und bestellten einen Kaffee im Bistro. Wir waren begeistert, von diesem Hofladen konnte sich so mancher Supermarkt was abschauen, tolle Fleisch, Wurst und Kasetheke, Brot und Kuchen aus der eigenen Bäcker und Gemüse und Obst aus eigenem Anbau, alles Bio. Draußen haben wir uns dann die Tiere angeschaut, hier hat es Schweine, Pferde, Schafe. Kühe, Legehennen und Fleischhennen in Freilandhaltung sowie Puren, ebenfalls im Freiland. Alles eingebettet zwischen Raps und Maisfeldern. Hier wird man zum Ökobio. Wenn man sieht wie diese Tiere gehalten werden und wenn man dann an die Berichte aus dem Fernsehen denkt ist man gerne bereit ein paar Euro mehr für sein Essen auszugeben. Den Rest des Tages verbrachten wir zwischen den Tieren und dem Spielplatz.    Auch hier hätten wir uns den Stellplatz aussuchen dürfen, entweder auf einer Wiese oder auf dem Parkplatz. Wir haben uns aus Bequemlichkeit für den Parkplatz entschieden denn da stand der Bus ja schon.

Tag 24 Willich — Karlsruhe

Nach dem Aufstehen hieß es mal wieder pacjmken, diesmal aber mit der Gewissheit das es das letzte mal für diese Reise sein wird. Nachdem alles an seinem Platz war und wir dank der Übung noch Zeit hatten, gönnten wir uns noch ein kleines Frühstück in dem Hofbistro. Die Strecke Willich Karlsruhe schafften wir dann in Rekordzeit, was daran lag das Leon fast die ganze Zeit durchgeschlafen hat und wir so mit nur einem Stopp durchfahren konnten. Heute Abend gab es dann die leckeren Einkäufe vom Stautenhof. Morgen geht es dann auf die letzte Etappe zurück nach Hause.

Tag 25 Karlsruhe – Teningen

Heute haben wir den letzten Tag unseres Urlaubs noch mal voll genossen. Entspannt Richtung Klotze spaziert, dort den kleinen auf den Spielplatz gesetzt und danach essen und Eiskaffee im Kühlen Krug. Dann ging’s dann doch irgendwann zurück auf die Autobahn und die letzten 100 km bis nach Hause waren dann auch schnell geschafft.
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